Psalm 35

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Version vom 30. Juni 2024, 07:04 Uhr von Kempi (Diskussion | Beiträge)
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Bibeltext

Rufmord und kein Ende?

1Von David.

Herr, widersetze dich denen, die sich gegen mich stellen! Bekämpfe, die mich bekämpfen! 2Greif zu den Waffen und eile mir zu Hilfe! 3Nimm den Speer und stell dich meinen Verfolgern in den Weg! Versprich mir, dass du mir beistehst! 4Schimpf und Schande über alle, die mich umbringen wollen! Sie, die Böses gegen mich planen, sollen blossgestellt werden und fliehen! 5Wie dürres Laub sollen sie vom Wind verweht werden, wenn der Engel des Herrn sie fortjagt. 6Ihr Weg sei finster und glatt, wenn der Engel des Herrn sie verfolgt! 7Ohne Ursache haben sie mir eine Falle gestellt, ich habe ihnen doch nichts getan! 8Ohne Vorwarnung breche das Verderben über sie herein! In ihre eigene Falle sollen sie laufen und darin umkommen!

9Ich werde jubeln und mich freuen, wenn der Herr eingreift und mir hilft. 10Alle meine Glieder werden einstimmen und dich loben: "Herr, niemand ist wie du!" Du beschützt den Schwachen vor dem Starken und rettest den Armen und Wehrlosen vor dem Räuber.

11Falsche Zeugen treten gegen mich auf und werfen mir Verbrechen vor, die ich nie begangen habe! 12Was ich ihnen Gutes getan habe, zahlen sie mir mit Bösem heim. Ich bin einsam und verzweifelt. 13Wenn einer von ihnen schwer krank war, zog ich Trauerkleidung an, fastete für ihn und betete mit gesenktem Kopf. 14Ich verhielt mich so, als ob er mein Freund oder Bruder wäre. Ich trug dunkle Kleider und lief traurig umher - wie jemand, der um seine Mutter weint.

15Jetzt aber ist das Unglück über mich hereingebrochen, und voll Schadenfreude laufen sie zusammen. Auch Leute, die ich nicht kenne, hergelaufenes Gesindel, ziehen pausenlos über mich her. 16Zynische Spötter sind es, wie Hunde fletschen sie ihre Zähne gegen mich. 17Herr, wie lange willst du noch untätig zusehen? Wie gereizte Löwen gehen sie auf mich los! Rette mich! Ich habe doch nur ein Leben! 18Dann will ich dir in der Gemeinde danken, vor allem Volk will ich dich loben. 19Meine Feinde, die mich ohne Grund hassen, sollen nicht länger über mich triumphieren! Ohne die geringste Ursache hassen sie mich und zwinkern einander vielsagend zu. 20Was sie sagen, dient nicht dem Frieden, und gegen friedfertige Menschen erfinden sie falsche Anschuldigungen. 21Sie reissen das Maul weit auf und rufen mir zu: "Haha! Da haben wir's! Wir haben genau gesehen, was du getan hast!" 22Herr, du siehst, was hier gespielt wird! Schweige nicht länger und bleib nicht fern von mir! 23Greif doch endlich ein und verschaffe mir Recht! Mein Herr und mein Gott, führe du meinen Rechtsstreit! 24Weil du ein gerechter Richter bist, wirst du mich freisprechen, Herr, mein Gott! Dann können sie mich nicht länger schadenfroh verhöhnen. 25Niemals mehr sollen sie sagen können: "Ha, wir haben's geschaft! Den haben wir fertig gemacht!" 26All denen, die sich über mein Unglück freuen, soll ihr böser Plan misslingen. Schimpf und Schande über diese grossspurigen Leute!

27Doch alle, die meinen Freichspruch wünschen, sollen vor Freude jubeln und immer wieder sagen: "Der Herr ist gross! Er will, dass jeder, der ihm dient, in Frieden leben kann." 28Ich will immer wieder davon reden, wie gerecht du bist und wie gerecht du handelst. Tag für Tag will ich dich loben!

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